Ist Heinz Grill Antisemit?


Wenn es nach dem evangelischen Theologen und Weltanschauungsbeauftragten Matthias Pöhlmann geht, muss diese Frage mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Schließlich sei Heinz Grill Esoteriker mit besonderem Erkenntnisanspruch, poste regelmäßig Inhalte auf Facebook zu „Impfmythen“ und verharmlose Corona. Er unterstütze die Thesen des Infektionsepidemiologen Prof. Dr. Sucharid Bhakdi, verbreite in seinen Büchern Verschwörungserzählungen, „teilweise auch antisemitisches Gedankengut.“ Seit Neuestem wird Heinz Grill auch eine besondere Nähe zu Tamara Kirschbaum und dem sogenannten Reichstagssturm nahegelegt. So zu lesen auf Seite Drei der „Schwäbischen Zeitung“ vom 17.9.2021 in dem dreiseitigen Artikel mit der Überschrift „Ein Problem mit der Haltung“.

Abgesehen davon, dass Heinz Grill nicht den unterstellten Erkenntnisanspruch besitzt und noch nie irgendetwas auf Facebook gepostet hat1) Herr Grill publiziert seine Artikel zu zeitaktuellen Themen und Gesundheitsthemen auf seiner eigenen Internetseite, handelt es sich doch bei all diesen Äußerungen um völlig unkonkrete Meinungen, die nur das Ziel verfolgen, die Person abzuwerten. „Antisemit“, „Verschwörungstheorertiker“, Coronaverharmloser“ sind Kampfbegriffe, die nicht inhaltlich argumentieren, sondern nur die Person angreifen.

Warum macht Herr Pöhlmann das? Welchen Nutzen hat er davon?

Zunächst fällt auf, dass der gesamte Artikel relativ unbedeutend ist: Eine Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte, hat eine Organisation gegründet, die gegen „Verschwörungsmythen“ im Yogabereich ankämpfen soll. Diese Yogalehrerin fühlt sich im Umfeld von Menschen, die „Verschwörungsmythen“ erzählen, „unwohl“, es gäbe zwar viele Yogapraktzierende, die „vernünftig“ seien, aber die „Verschwörungsgläubigen“ seien „sehr laut“. Ihr gehe es darum, die Überheblichkeit der anderen zu beseitigen, weil Yoga das Gegenteil vom Egoismus sei.

Eine Yogalehrerin, die sich selbst für besonders vernünftig hält und den Egoismus bei anderen bekämpft? Das kann dem Leser wohl nur ein Schmunzeln oder Fremdschämen entlocken. Das gibt sicher noch keine Story, die es auf diesen prominenten Platz der größten Tageszeitung im Ländle schaffen würde.

Doch was verleitet dem Artikel seine scheinbare Relevanz? Ein kirchlicher Weltanschauungsbeauftragter aus München, der vor einem Yogalehrer in Trentino – nicht in Südtirol, wie es im Artikel steht – warnt? Auch so wird noch keine Story daraus.

Interessant wird die Geschichte erst durch die Person von Heinz Grill. Ein spiritueller Lehrer, mit tiefsten Einsichten in die seelischen und geistigen Zusammenhänge des Lebens, der sich auf seiner Internetseite mit unübersehbarer Empathie zu zeitaktuellen Themen, so wie zur Impfung und Corona äußert und der zusammen mit Ärzten, Lehrern, Philosophen, Wissenschaftlern und Therapeuten Zukunftsperspektiven entwickelt.2) Siehe hierzu sein neues Buch Bewusstsein und Immunsystem, sowie die Videoveröffentlichungen 12 spirituelle Zukunftsimpulse auf Youtube Darüber kann die Zeitung natürlich nicht berichten. Dennoch möchte sie auf diese Person – und scheinbar nur auf diese – ganz besonders aufmerksam machen. Sie möchte diese Person wenigstens an einem Tag zum Hauptthema für ihre Leser machen.

Es ist schon eine scheinbar paradoxe Wahrheit. Indem die Presse bestimmte Personen bekämpft und mit allen Mitteln der journalistischen Kunst beleidigt, möchte sie insgeheim doch nur das eine, nämlich diese Person, die vielleicht noch nicht ausreichend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, fördern und endlich groß herausbringen. Das ist ihr auch in diesem Fall, wie schon zuvor der Süddeutschen Zeitung, vortrefflich gelungen.3) Siehe auch den Artikel von Heinz Grill Die unsichtbare Wirklichkeit im Artikel der Süddeutschen Zeitung und die gesundheitlichen Folgen von verdeckten Tatsachenbehauptungen, der sich mit den versteckten Manipulationen der Zeitungsberichte der SZ beschäftigt.

Doch welche Rolle spielt unser Münchner Weltanschauungsbeauftragter? Muss er seine Schäfchen vor dem relativ zurückgezogen in Trentino lebenden Geistforscher Heinz Grill schützen? Wohl eher nicht.

Es ist auch kein Geheimnis, dass die Evangelische Kirche selbst mit Missbrauchsfällen4) Nicht nur in der Katholischen, sondern auch in der Evanglischen Kirche gab es eine große Anzahl von Missbrauchsfällen, die bis zum heutigen Zeitpunkt nicht aufgeklärt sind. Dokumentiert sind 883 Fälle sexualisierter Gewalt gegenüber Kinder seit 1950 (s. Sexualisierte Gewalt – Evangelische Kirche: Aufarbeitung auf Raten, auf ZDF Heute). Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte weitaus höher liegen. Siehe auch das Interview mit Detlev Zander „Wir waren Freiwild“ auf dem Portal von web.de, Antisemitismus5) Siehe den hervorragenden Artikel von Stefan Loubichi Die unrühmliche Rolle der Evangelischen Kirche im Dritten Reich auf dem „Online-Portal zu historischen Themen unserer Zeit“ Zunkunft braucht Erinnerung. und unerträglicher Nähe zum Nationalsozialismus6) Siehe den Artikel Die unrühmliche Rolle der Evangelischen Kirche im Dritten Reich auf dem „Online-Portal zu historischen Themen unserer Zeit“ Zunkunft braucht Erinnerung. bis zum heutigen Tag zu tun hat. Weder der Antisemitismus Martin Luthers7) Martin Luther schreibt über die Juden: „Ein solche verzweifeltes durch böstes, durch giftetes, durch teufeltes Ding ist´s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen. Das ist nichts anderes. Da ist kein menschliches Herz gegen uns Heiden. Solches lernen sie von ihren Rabbinern in den Teufelsnestern ihrer Schulen.“
(Quelle: Der achte und letzte aller Bücher und Schriften des teuren seligen Mans Gottes, Doctoris Martini Lutheri, Tomos 8, Jena 1562, S. 95)

Jawohl, sie halten uns in unserem eigenen Land gefangen, sie lassen uns arbeiten in Nasenschweiß, Geld und Gut gewinnen, sitzen dieweil hinter dem Ofen, faulenzen, pompen und braten Birnen, fressen, sauffen, leben sanft und wohl von unserm erarbeiteten Gut, haben uns und unsere Güter gefangen durch ihren verfluchten Wucher, spotten dazu und speien uns an, das wir arbeiten und sie faule Juncker lassen sein […] sind also unsere Herren, wir ihre Knechte.“
Man solle
„– ihre Synagogen niederbrennen,
ihre Häuser zerstören und sie wie Zigeuner in Ställen und Scheunen wohnen lassen,
ihnen ihre Gebetbücher und Talmudim wegnehmen, die ohnehin nur Abgötterei lehrten,
ihren Rabbinern das Lehren bei Androhung der Todesstrafe verbieten,
ihnen das „Wuchern“ (Geldgeschäft) verbieten, all ihr Bargeld und ihren Schmuck einziehen und verwahren
den jungen kräftigen Juden Werkzeuge für körperliche Arbeit geben und sie ihr Brot verdienen lassen.“
(Quelle: Von den Juden und Ihren Lügen“ aus dem Jahr 1543)

Adolf Hitler fand diese Texte so gut, dass er gegenüber dem Verleger Dietrich Eckart seine Begeisterung ausdrückte: „Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.“
(Quelle: Adolf Hitler in: Dietrich Eckart, Der Bolschewismus von Moses bis Lenin, Zwiegespräche zwischen Adolf Hitler und mir, München 1924, S. 35)

Die Evangelische Kirche schreibt im Lutherjahr 2017 auf ihrem Online-Portal Luther2017 auf die Frage „War Luther Antisemit?
Nein. Der Reformator steht in der Tradition des christlichen Antijudaismus, der vom modernen Antisemitismus zu unterscheiden ist. Der Begriff „Antisemitismus“ entsteht im 19. Jahrhundert und ist mit der falschen Vorstellung verbunden, die Juden seien eine „Rasse“. Bei Luther ist stets der Glaube im Mittelpunkt. Auch wenn er davon spricht, das jüdische Blut sei „wässerig und wild“ geworden, sind ihm rassische Kategorien völlig fremd. Allerdings bezeichnet er auch getaufte Juden weiter als Juden, nicht als Christen.
(Quelle: Martin Luther und die Juden – Fragen und Antworten auf dem Online-Portal Luther2017)


Luther Äußrungen sind demnach nicht antisemitisch, das es diesen Briff damals noch nicht gegeben hat. Heinz Grill, der sich gar nicht zu diesen Themen äußert, sei aber Antisemit, weil er sich mit Impffragen beschäftigt? Man ist immer wieder erstaunt, zu welchen Winkelzügen Theologie fähig ist. Es wird aber verständlich, dass es zu Verwirrung beitragen muss, wenn solche „Wissenschaftler“ über Antisemitismus urteilen.

Bitte beachten Sie auch das Video von Edi Maurer Die dunkle Seite Martin Luthers – Luther einmal anders – Dokumentation auf YouTube
, noch die Stellung der Evangelischen Kirche im Nationalsozialismus8) Selbst der Leiter der Evangelischen Akademie Tutzing Udo Hahn kommt zu dem Ergebnis: Die evangelische Kirche hat ein Antisemitismusproblem. ist ausreichend aufgearbeitet. Schon aus diesem Grund hat es zumindest ein Geschmäckle, wenn eine Institution, die gerade auf diesem Auge blind ist, anderen Menschen Antisemitismus oder eine besondere Nähe zum Nazitum vorwirft.

Die Körperformung und Bewegungskunst bei Heinz Grill besitzt hohe künstlerische Qualitäten

Natürlich möchte sich ein aufstrebender Weltanschauungsreferent profilieren. Auf diese Weise kann er sich aber nicht profilieren, denn Antisemitismus oder extremistische politische Ansichten wird man bei Heinz Grill beim „besten Willen“ nicht finden. So wie die Süddeutsche Zeitung ihren Fehlgriff eingestehen und ihren Artikel auf gerichtliche Anordnung wieder vom Netz nehmen musste9) Siehe auch den Artikel Urteil im Fall Heinz Grill gegen Süddeutsche Zeitung auf unserer Verlagsseite, so kann auch unser Weltanschauungsreferent auf diesem Gebiet eigentlich nur scheitern. Er muss also insgeheim doch noch ganz andere Motive haben.

poehlmann-buchmann-zusammenarbeit
Matthias Pöhlmann und Marianne Buchmann vereint in ihrem tapferen Kampf gegen das Böse.

Bekannt ist, dass dieser Weltanschauungsreferent, ebenso wie die Süddeutsche Zeitung, intensiv mit der Münchner Arzt- und Millionärsfamilie Bornschein und ihrem Sprachrohr Marianne Buchmann in ihrem Kampf gegen Heinz Grill „zusammenarbeiten“. Beide, Pöhlmann und Buchmann, stören sich eigenartigerweise besonders an der Schlankheit, Dynamik und Eleganz der Person von Heinz Grill, sie stören sich an seiner Bewegungskunst10) Siehe auch die Beiträge zur Bewegungskunst von Heinz Grill auf seiner Internetseite und seinem Kletterstil.11) Siehe auch den Artikel Das Spiel mit dem Rhythmus von Gerd Heidorn im Magazin des Deutschen Alpenvereins Panorama 2013, Heft 1 Das ist in gewisser Hinsicht verständlich, da beide gewissermaßen in einer ganz anderen Gewichtsklasse kämpfen. Beide haben nichts mit Heinz Grill gemein, kennen ihn gar nicht, haben noch nie einen einzigen Inhalt seiner Bücher behandeln oder gar konstruktiv kritisieren können12) Es ist weder bei Matthias Pöhlmann noch bei Marianne Buchmann irgend eine sachliche Kritik an Heinz Grill, z.B. zu den Inhalten seiner Bücher bekannt. Es findet sich nur Polemik, die sich nicht an Inahlte, sondern ausschließlich gegen die Person richtet., und doch können sie nicht ablassen von ihm. Sie müssen ihm ihre ganze Aufmerksamkeit widmen.

Heinz Grill genießt als Kletterer und Eröffner neuer Routen internationalen Ruf und Anerkennung

Wie oft bekämpfen Menschen gerade das Schöne und Edle, das sie inniglich in der Seele ersehnen, aber doch in ihrer jetzigen Stellung des Lebens (noch) nicht erreichen können. Sie möchten sich auf diese Weise verbinden und ihre Energie hingeben. Es scheint eine Gesetzmäßigkeit auf dem Gebiet des Seelischen zu sein, dass sich gerade derjenige, der den Anderen mit Ungerechtigkeit belegt, ihn persönlich beleidigt, abwertet und auszugrenzen versucht, zwar scheinbar in seinem Selbstbewusstsein erheben kann, er in seiner Seele aber doch wesentliche Substanz einbüßt. Er erniedrigt sich selbst und erhöht den anderen, den er so eifrig bekämpft. Er begibt sich durch die Erniedrigung anderer in eine tiefere seelische Abhängigkeit.13) Bemerkenswert ist, dass Überlebende des Holocaust und ihre Angehörigen offenbar eine völlig andere Wahrnehmung zu den ständigen Antisemitismusvorwürfen der Presse haben, als diese selbst. In einem offenen Brief an die Presse monieren Sie, dass diese falsche Lehren aus dem Holocaust ziehen, und nun ihrerseits den Holocaust für das Gegenteil instrumentalisieren, indem sie diesen im Kampf gegen eine kritische oder von der eigenen Meinung abweichende Minderheit einsetzen. Siehe hierzu den Offenen Brief Holocaustüberlebender und Nachfahren an die Medien auf der Internetseite der Initiative Medizin und Wissenschaft für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.

Wie verhält es sich nun mit dem ominösen Reichstagssturm?

Tamara Kirschbau steht mit ihren politischen Agitationen in direktem Gegensatz zu Heinz Grills Kunst des Demonstrierens

Bezeichnend ist, dass jene Tamara Kirschbaum nicht die geringste Nähe zu Heinz Grill hat. Schon bei oberflächlicher Betrachtung fällt auf, dass beide sowohl in ihren Ansichten, wie auch in ihrem Auftreten direkte Gegensätze sind. Wo aber doch eine Nähe besteht, ist zur Familie Bornschein. Tamara Kirschbaum war nicht Schülerin von Heinz Grill, sondern von Christine Bornschein, die mit Runenstellungen und psychiatrischen Übergriffen das Germanentum in ihrem AMUN-Haus auferstehen lassen wollte. Tamara Kirschbaum wurde von der Ärztin Bornschein mit übergriffiger Psychologie und psychiatrischer Medikamentierung missbraucht. Heinz Grill hat sich schon vor Jahren sowohl von Tamara Kirschbaum als auch von Christine Bornschein vollständig distanziert14) Siehe hierzu den Artikel von Heinz Grill Ursache und Wirkung des Auftrittes von Tamara K. in Berlin auf seiner Internetseite, und zwar gerade wegen deren extremistischen politischen Agitationen bzw. nationalsozialistisch-rassistischen Gesinnung.

Da Herr Pöhlmann die Artikel von Heinz Grill kennt und selbst mit der Familie Bornschein zusammenarbeitet, scheint hier eine völlige Verdrehung vorzuliegen. Er selbst hat über die Familie Bornschein die Verbindung zu dieser eigentümlichen Reichsbürgerbewegung, schreibt sie aber Heinz Grill zu, der dem völlig fern steht und sich seit Jahren distanziert hat. Hier ist wohl für jeden Laien erkennbar, dass es Herr Pöhlmann mit seinen Äußerungen nicht um die Sache, sondern um persönliche Diffamierung geht.

So kann ich abschließend der Zeitung nur zustimmen. Es handelt sich tatsächlich, wie es der Titel andeutet, um ein „Problem mit der Haltung.“

Bitte beachten Sie auch unser Video über die seelisch-geistigen Hintergründe der Ausgrenzung. Die Begriffe Sekte, Verschwörungstheoretiker, Antisemit, lassen sich heute geradezu als Synonym betrachten. Es handel sich um Kampfbegriffe auf dem weltanschaulichen Gebiet, die je nach Mode ausgewechselt und durch neue Kampfbegriffe ersetzt werden können.

Quellen

Quellen
1 Herr Grill publiziert seine Artikel zu zeitaktuellen Themen und Gesundheitsthemen auf seiner eigenen Internetseite
2 Siehe hierzu sein neues Buch Bewusstsein und Immunsystem, sowie die Videoveröffentlichungen 12 spirituelle Zukunftsimpulse auf Youtube
3 Siehe auch den Artikel von Heinz Grill Die unsichtbare Wirklichkeit im Artikel der Süddeutschen Zeitung und die gesundheitlichen Folgen von verdeckten Tatsachenbehauptungen, der sich mit den versteckten Manipulationen der Zeitungsberichte der SZ beschäftigt.
4 Nicht nur in der Katholischen, sondern auch in der Evanglischen Kirche gab es eine große Anzahl von Missbrauchsfällen, die bis zum heutigen Zeitpunkt nicht aufgeklärt sind. Dokumentiert sind 883 Fälle sexualisierter Gewalt gegenüber Kinder seit 1950 (s. Sexualisierte Gewalt – Evangelische Kirche: Aufarbeitung auf Raten, auf ZDF Heute). Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte weitaus höher liegen. Siehe auch das Interview mit Detlev Zander „Wir waren Freiwild“ auf dem Portal von web.de
5 Siehe den hervorragenden Artikel von Stefan Loubichi Die unrühmliche Rolle der Evangelischen Kirche im Dritten Reich auf dem „Online-Portal zu historischen Themen unserer Zeit“ Zunkunft braucht Erinnerung.
6 Siehe den Artikel Die unrühmliche Rolle der Evangelischen Kirche im Dritten Reich auf dem „Online-Portal zu historischen Themen unserer Zeit“ Zunkunft braucht Erinnerung.
7 Martin Luther schreibt über die Juden: „Ein solche verzweifeltes durch böstes, durch giftetes, durch teufeltes Ding ist´s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen. Das ist nichts anderes. Da ist kein menschliches Herz gegen uns Heiden. Solches lernen sie von ihren Rabbinern in den Teufelsnestern ihrer Schulen.“
(Quelle: Der achte und letzte aller Bücher und Schriften des teuren seligen Mans Gottes, Doctoris Martini Lutheri, Tomos 8, Jena 1562, S. 95)

Jawohl, sie halten uns in unserem eigenen Land gefangen, sie lassen uns arbeiten in Nasenschweiß, Geld und Gut gewinnen, sitzen dieweil hinter dem Ofen, faulenzen, pompen und braten Birnen, fressen, sauffen, leben sanft und wohl von unserm erarbeiteten Gut, haben uns und unsere Güter gefangen durch ihren verfluchten Wucher, spotten dazu und speien uns an, das wir arbeiten und sie faule Juncker lassen sein […] sind also unsere Herren, wir ihre Knechte.“
Man solle
„– ihre Synagogen niederbrennen,
ihre Häuser zerstören und sie wie Zigeuner in Ställen und Scheunen wohnen lassen,
ihnen ihre Gebetbücher und Talmudim wegnehmen, die ohnehin nur Abgötterei lehrten,
ihren Rabbinern das Lehren bei Androhung der Todesstrafe verbieten,
ihnen das „Wuchern“ (Geldgeschäft) verbieten, all ihr Bargeld und ihren Schmuck einziehen und verwahren
den jungen kräftigen Juden Werkzeuge für körperliche Arbeit geben und sie ihr Brot verdienen lassen.“
(Quelle: Von den Juden und Ihren Lügen“ aus dem Jahr 1543)

Adolf Hitler fand diese Texte so gut, dass er gegenüber dem Verleger Dietrich Eckart seine Begeisterung ausdrückte: „Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.“
(Quelle: Adolf Hitler in: Dietrich Eckart, Der Bolschewismus von Moses bis Lenin, Zwiegespräche zwischen Adolf Hitler und mir, München 1924, S. 35)

Die Evangelische Kirche schreibt im Lutherjahr 2017 auf ihrem Online-Portal Luther2017 auf die Frage „War Luther Antisemit?
Nein. Der Reformator steht in der Tradition des christlichen Antijudaismus, der vom modernen Antisemitismus zu unterscheiden ist. Der Begriff „Antisemitismus“ entsteht im 19. Jahrhundert und ist mit der falschen Vorstellung verbunden, die Juden seien eine „Rasse“. Bei Luther ist stets der Glaube im Mittelpunkt. Auch wenn er davon spricht, das jüdische Blut sei „wässerig und wild“ geworden, sind ihm rassische Kategorien völlig fremd. Allerdings bezeichnet er auch getaufte Juden weiter als Juden, nicht als Christen.
(Quelle: Martin Luther und die Juden – Fragen und Antworten auf dem Online-Portal Luther2017)

Luther Äußrungen sind demnach nicht antisemitisch, das es diesen Briff damals noch nicht gegeben hat. Heinz Grill, der sich gar nicht zu diesen Themen äußert, sei aber Antisemit, weil er sich mit Impffragen beschäftigt? Man ist immer wieder erstaunt, zu welchen Winkelzügen Theologie fähig ist. Es wird aber verständlich, dass es zu Verwirrung beitragen muss, wenn solche „Wissenschaftler“ über Antisemitismus urteilen.

Bitte beachten Sie auch das Video von Edi Maurer Die dunkle Seite Martin Luthers – Luther einmal anders – Dokumentation auf YouTube

8 Selbst der Leiter der Evangelischen Akademie Tutzing Udo Hahn kommt zu dem Ergebnis: Die evangelische Kirche hat ein Antisemitismusproblem.
9 Siehe auch den Artikel Urteil im Fall Heinz Grill gegen Süddeutsche Zeitung auf unserer Verlagsseite
10 Siehe auch die Beiträge zur Bewegungskunst von Heinz Grill auf seiner Internetseite
11 Siehe auch den Artikel Das Spiel mit dem Rhythmus von Gerd Heidorn im Magazin des Deutschen Alpenvereins Panorama 2013, Heft 1
12 Es ist weder bei Matthias Pöhlmann noch bei Marianne Buchmann irgend eine sachliche Kritik an Heinz Grill, z.B. zu den Inhalten seiner Bücher bekannt. Es findet sich nur Polemik, die sich nicht an Inahlte, sondern ausschließlich gegen die Person richtet.
13 Bemerkenswert ist, dass Überlebende des Holocaust und ihre Angehörigen offenbar eine völlig andere Wahrnehmung zu den ständigen Antisemitismusvorwürfen der Presse haben, als diese selbst. In einem offenen Brief an die Presse monieren Sie, dass diese falsche Lehren aus dem Holocaust ziehen, und nun ihrerseits den Holocaust für das Gegenteil instrumentalisieren, indem sie diesen im Kampf gegen eine kritische oder von der eigenen Meinung abweichende Minderheit einsetzen. Siehe hierzu den Offenen Brief Holocaustüberlebender und Nachfahren an die Medien auf der Internetseite der Initiative Medizin und Wissenschaft für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.
14 Siehe hierzu den Artikel von Heinz Grill Ursache und Wirkung des Auftrittes von Tamara K. in Berlin auf seiner Internetseite

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.