
aus dem Buch „Übungen für die Seele“ s.u.
Das Lesen ist eine Kunst, die schöpferische Kräfte weckt. Heinz Grill widmet in seinem Buch „Übungen für die Seele“ dem Lesen ein eigenes Kapitel. Er zeigt darin auf, wie mit dem Lesen nicht nur Inhalte konsumiert, sondern auch das eigene schöpferische Potenzial angeregt und damit neue Lebenskräfte erschaffen werden.
Jeder kennt die Erfahrung, dass ihn eine Idee bewegt und den ganzen Tag begleitet. Und jeder kennt natürlich auch die Erfahrung, dass er einen Gedanken liest und im nächsten Augenblick ist er schon wieder versackt und vergessen. Dies hängt nicht nur von der Qualität des Gelesenen ab, sondern ganz entscheidend auch von der eigenen Regsamkeit, das Gelesene selbst zu denken und in der eigenen Vorstellungskraft wieder neu zu beleben.
Es handelt sich also beim Lesen um eine wirkliche Kunst und um eine wertvolle Seelenübung, die nicht nur für sich selbst, sondern für das ganze Leben neue Lebenskräfte erzeugt.
Heinz Grill formuliert diesen Zusammenhang in seinem ersten von dreizehn Punkten zur Kunst des Lesens wie folgt:
„Mit dem Lesen ist nicht nur die Übernahme von niedergeschriebenem Wissen beabsichtigt. Ganz eigentümlich und daher betonenswert ist es, dass der Leser anhand des Textes und gemäß dem Inhalt Gedanken anregen und in sich, in seinem freischaffenden Bewusstsein und freitätigen Ich-Sinne erzeugen lernt. Die Disziplin wird dadurch schöpferisch und erschafft neue Ätherkräfte. Lesen fördert die Ätherkräfte, gemäß dem ursprünglichen Gedanken.“
Heinz Grill, Übungen für die Seele, Synergia Verlag, Basel, Zürich, Roßdorf, 3. Auflage, 2022, S. 85
Zum Verständnis der sogenannten Ärtherkräfte und der tieferen Hintergründe zur Kunst des Lesens empfehle ich das Buch „Übungen für die Seele“ von Heinz Grill.
